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Filmtipp: Siri Hustvedt - Dance Around The Self
Foto: Veranstalter
 
Filmtipp: Siri Hustvedt - Dance Around The Self
Deutschland, Schweiz 2026, 116 Minuten
Regie: Sabine Lidl |
Dokumentation

Sabine Lidl porträtiert Siris Hustvedts ganz eigene Art zu leben und zu denken und verbindet ihr Schreiben mit den großen Themen des Lebens: Liebe und Abschied – besonders im Zusammenhang mit der tiefen persönlichen und künstlerischen Verbundenheit zu ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Paul Auster. Eine großartige Dokumentation, die beeindruckt, bewegt, inspiriert – und zutiefst berührt.

Jung, neugierig und voller Tatendrang verlässt Siri Hustvedt ihre Heimat Minnesota und stürzt sich mitten hinein ins pulsierende New York. Auf der Suche nach der Hauptfigur ihres ersten Romans beginnt eine Reise, die sie nicht nur zur Schriftstellerin macht, sondern zu einer der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur… Sabine Lidls Porträt richtet den Blick auf Hustvedt – und weit über diese hinaus. Es feiert die kämpferische Kreativität von Künstlerinnen, denen die Autorin sich verbunden fühlt, während es zugleich die einzigartige Liebesgeschichte des großen Autorenpaares aus Brooklyn erzählt: Siri Hustvedt und Paul Auster. Während die beiden über Sprache, Identität und die Kraft der Worte nachdenken, bricht das Leben über sie herein: Auster wird schwer krank. Doch auch nach seinem Tod endet die gemeinsame Geschichte nicht: Hustvedt beginnt den Verlust ihres „Lebenmenschen“ im Buch „Ghost Stories: Ein Buch der Erinnerung“ literarisch zu verarbeiten. Vier Jahre lang folgt Filmemacherin Sabine Lidl den Gedanken und Geschichten, die Siri Hustvedt zu einer der wichtigsten intellektuellen und feministischen Stimmen der amerikanischen Literatur gemacht haben. Gemeinsam sind sie immer in Bewegung, durch Zeit und Raum, imaginär zwischen den Disziplinen, deren Grenzen Hustvedt nicht gelten lässt. Dabei hält der Film auch einen der verletzlichsten Momente fest, als sie und Paul Auster mit der Diagnose seiner Krebserkrankung konfrontiert werden. Ein äußerst gelungenes, intimes, sehr bewegendes Porträt über eine sehr beeindruckende Künstlerin, die in den Bann schlägt – behutsam und klug arrangiert und keinesfalls nur für jene, die ihre literarischen Werke kennen und schätzen.

Läuft im Friedrichsbau Freiburg
 
Eintrag vom: 01.04.2026  




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